Strom sparen im Haushalt: Was wirklich etwas bringt und was du dir sparen kannst

15.10.2026 · BESSERWÄRTS Redaktion

Ein Mann hängt in einem hellen Raum frisch gewaschene Wäsche auf einen Wäscheständer, neben ihm steht ein Wäschekorb.

Bild: KI-generiert

Listen mit Stromspartipps gibt es viele. Sie stellen oft den Wasserkocher neben den Wäschetrockner und das Ladegerät neben die alte Heizungspumpe, als würden alle gleich viel bringen. Tatsächlich liegen zwischen einzelnen Maßnahmen ein paar Euro oder weit über hundert Euro im Jahr. Und manche großen Hebel betreffen dich nur, wenn du das passende Gerät überhaupt hast.

In diesem Beitrag ordnen wir die wichtigsten Maßnahmen nach ihrer belegten Wirkung, nach Aufwand und nach Kosten. Du erfährst, wie viel eine gesparte Kilowattstunde wirklich wert ist, welche Schritte nichts kosten und wann sich eine Anschaffung rechnet. Die Angaben gelten für private Haushalte in Deutschland, Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die größten Einsparungen gibt es bei Geräten, die Strom in Wärme umwandeln oder ständig laufen: beim Warmwasser mit Durchlauferhitzer oder Boiler, beim Wäschetrockner und bei alten Heizungspumpen im eigenen Haus.
  • Jede gesparte Kilowattstunde senkt deine Kosten um deinen Arbeitspreis. Der Grundpreis bleibt gleich, egal wie viel du sparst.
  • Viele Maßnahmen kosten nichts: Wäsche an der Luft trocknen, mit niedrigerer Temperatur waschen, beim Kochen den Deckel nutzen, den Kühlschrank auf 7 Grad stellen.
  • Neue Geräte lohnen sich nicht automatisch. Einen funktionierenden Kühlschrank zu ersetzen rechnet sich nach Berechnungen des Umweltbundesamts erst bei hohem Verbrauch.
  • Einzelne moderne Geräte im Standby kosten meist nur wenige Euro im Jahr. Mehr lohnt sich der Blick auf Geräte, die ständig laufen.

Was eine gesparte Kilowattstunde wirklich bringt

Deine Stromrechnung besteht vor allem aus zwei Preisen: dem Arbeitspreis für jede verbrauchte Kilowattstunde (kWh) und dem Grundpreis, den du unabhängig vom Verbrauch zahlst. Wenn du Strom sparst, sinkt nur der Teil, der vom Verbrauch abhängt. Was die einzelnen Posten auf der Rechnung bedeuten, erklären wir im Beitrag Stromrechnung verstehen.

So rechnest du eine Einsparung in Euro um:

Ersparnis in Euro = eingesparte kWh × Arbeitspreis in Cent ÷ 100

In den Beispielen dieses Beitrags rechnen wir mit einem angenommenen Arbeitspreis von 35 Cent pro kWh. Zum Vergleich: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nennt für Neukundentarife einen Durchschnitt von 37,0 Cent pro kWh einschließlich anteiligem Grundpreis (Datenstand August 2026). Setz für deine eigene Rechnung deinen Arbeitspreis von der Jahresabrechnung ein. Wie du deinen Preis einordnest, steht im Beitrag Strompreis pro kWh.

Wo der Strom im Durchschnitt bleibt, zeigt die BDEW-Studie „Stromverbrauch im Haushalt 2025“. Sie beruht auf einer Befragung von Haushalten ohne Stromheizung, Solaranlage und Elektroauto:

AnwendungsbereichAnteil am Haushaltsstrom
Informations- und Kommunikationstechnik, etwa Computer und Fernseher27,3 %
Waschen und Trocknen13,1 %
Beleuchtung12,6 %
Kühlen10,7 %
Kochen8,9 %
Spülen7,9 %
Zusatzverbrauch im Einfamilienhaus, etwa Heizungspumpe und Außenlicht7,4 %
Warmwasser3,9 %
Weitere Bereiche, etwa Garten und Klimatisierung8,2 %

Das ist ein Durchschnitt über viele Haushalte. Warmwasser macht darin nur 3,9 Prozent aus. Ein Grund dürfte sein, dass in vielen Haushalten das Wasser nicht mit Strom erhitzt wird. Wird bei dir das Wasser mit Strom erwärmt, sieht deine Verteilung ganz anders aus. Wie viel du insgesamt verbrauchst und ob das viel ist, kannst du mit dem Beitrag Stromverbrauch berechnen einordnen.

Ob neben dem Verbrauch auch dein Tarif ein Hebel ist, kannst du mit der kostenlosen BESSERWÄRTS StromAnalyse prüfen lassen. Kommt über unsere Vermittlung ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vermittlungsvergütung.

Die Maßnahmen im Überblick

Die Tabelle zeigt die Maßnahmen mit dem größten Einfluss. Die Werte stammen aus den Quellen am Ende des Beitrags. Die Euro-Beträge sind mit 35 Cent pro kWh umgerechnet und gelten nur unter den genannten Voraussetzungen.

MaßnahmeMögliche Ersparnis pro JahrAufwandKostenGilt für
Wäsche an der Luft trocknen statt im Trocknerrund 540 kWh, also rund 190 €, bei einem Trockner ohne Wärmepumpe; mit Wärmepumpentrockner rund 120 bis 155 kWhlaufend, braucht Platz und ZeitkeineHaushalte mit rund 160 Trockengängen im Jahr; trocknen im Freien oder in einem unbeheizten, gut belüfteten Raum
Trockner ohne Wärmepumpe durch Wärmepumpentrockner ersetzenrund 390 bis 430 kWh, also rund 135 bis 150 €einmaligKaufpreis eines neuen GerätsHaushalte, die viel trocknen
Alte Heizungspumpe durch Hocheffizienzpumpe ersetzenbis rund 480 kWh, laut co2online im Einfamilienhaus mehr als 150 € (Angaben von 2023)einmalig, Fachbetrieb300 bis 400 € mit Einbau (Angaben von 2023)Eigentümer mit eigener Heizung und einer Pumpe, die bis 2007 eingebaut wurde
Sparduschkopf bei Warmwasser mit Strombis zur Hälfte des Warmwassers beim Duschengeringetwa 20 €Haushalte mit Durchlauferhitzer oder Boiler; bei hydraulischem Durchlauferhitzer vorher prüfen, ob er mit weniger Durchfluss noch einschaltet
Hydraulischen Durchlauferhitzer durch elektronischen ersetzenbis zu 30 % des Stroms für Warmwassereinmalig, Fachbetriebje nach Gerät und Installation, Angebot vom FachbetriebHaushalte mit hydraulischem Durchlauferhitzer; in der Mietwohnung nur nach Absprache mit dem Vermieter
Kühlschrank mit sehr hohem Verbrauch ersetzenrund 335 bis 370 kWh, also rund 115 bis 130 €, wenn das Altgerät rund 460 kWh braucht und das neue Gerät sehr sparsam isteinmaligKaufpreis eines neuen Gerätserst ab rund 460 kWh Verbrauch rechnet sich der Tausch laut Umweltbundesamt über rund 10 Jahre
Halogenlampe durch LED ersetzenrund 10 € je LampegeringPreis der LampeHalogenlampe mit rund 700 Lumen, die rund 1.000 Stunden im Jahr brennt, also knapp 3 Stunden am Tag
Einzelnes modernes Gerät im Standby ausschaltenrund 4 kWh, also rund 1,50 €geringkeineGeräte mit höchstens 0,5 Watt Standby ohne Netzwerkbereitschaft

Die großen Hebel

Warmwasser mit Strom

Erhitzt bei dir ein Durchlauferhitzer oder ein Boiler das Wasser, ist das oft dein größter Einzelposten. Nach Angaben des Stromspiegels steigt der Verbrauch dadurch um durchschnittlich rund 305 kWh pro Person und Jahr. Bei 35 Cent sind das gut 100 Euro pro Person.

  • Sparduschkopf: Ein Duschkopf mit weniger als 9 Litern pro Minute kostet laut Verbraucherzentrale etwa 20 Euro und spart bis zu 50 Prozent des Warmwassers. Einfache Duschköpfe liegen bei 10 bis 12 Litern, Regenduschen bei bis zu 20 Litern pro Minute. Achtung bei hydraulischen Durchlauferhitzern: Sie schalten sich laut Verbraucherzentrale meist erst ab etwa 8 Litern pro Minute ein. Frag vorher beim Hersteller nach oder teste es mit einem Durchflussbegrenzer.
  • Kürzer und etwas kühler duschen: kostet nichts und wirkt sofort, weil jeder Liter warmes Wasser direkt Strom verbraucht.
  • Elektronischer Durchlauferhitzer: Er kann laut Verbraucherzentrale gegenüber einem hydraulischen Gerät bis zu 30 Prozent Strom sparen. Gehört das Gerät zur Mietwohnung, sprich einen Austausch mit deinem Vermieter ab.
  • Temperatur nicht zu niedrig: Aus Hygienegründen empfiehlt die Verbraucherzentrale, Kleinspeicher auf mindestens 50 Grad einzustellen und einen Durchlauferhitzer regelmäßig mit mindestens 55 Grad zu nutzen.

Wäschetrockner

Der Trockner gehört zu den Geräten mit dem größten Unterschied zwischen alter und neuer Technik. Laut Umweltbundesamt brauchen ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh pro 100 Trockengänge, moderne Wärmepumpentrockner etwa 73 bis 97 kWh.

Bei rund 160 Trockengängen im Jahr, mit denen das Umweltbundesamt rechnet, sind das etwa 540 kWh mit einem alten Gerät und etwa 120 bis 155 kWh mit einem Wärmepumpentrockner. Der Unterschied liegt bei rund 390 bis 430 kWh, also bei 35 Cent rund 135 bis 150 Euro im Jahr.

Kostenlos und am wirksamsten ist es, die Wäsche an der Luft zu trocknen, im Freien oder in einem gut belüfteten, unbeheizten Raum. Trocknest du seltener, sinkt die Ersparnis entsprechend. Ein neuer Trockner lohnt sich deshalb vor allem für Haushalte, die viel und regelmäßig trocknen.

Alte Heizungspumpe

Diese Maßnahme betrifft vor allem Eigentümer mit eigener Heizung, etwa im Einfamilienhaus. Laut co2online verbrauchen alte Umwälzpumpen bis zu 600 kWh im Jahr. Eine Hocheffizienzpumpe braucht mindestens 80 Prozent weniger als Pumpen, die bis 2007 eingebaut wurden. Im Einfamilienhaus spart der Tausch laut co2online mehr als 150 Euro Stromkosten im Jahr. Pumpe und Einbau kosten etwa 300 bis 400 Euro. Zusammen mit einem hydraulischen Abgleich der Heizung rechnet co2online mit rund 1.130 Euro, rund 290 Euro Ersparnis im Jahr und etwa vier Jahren, bis sich das bezahlt gemacht hat. Diese Angaben stammen von 2023, aktuelle Preise können abweichen.

In Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung läuft die Pumpe meist über die Nebenkosten, nicht über deinen Stromzähler. Hast du eine eigene Gastherme in der Wohnung, kann ihre Pumpe dagegen über deinen Zähler laufen. Bei vielen Thermen ist die Pumpe im Gerät verbaut. Über einen Tausch entscheidet dann in der Regel der Vermieter. Sprich ihn an, wenn die Therme alt ist.

Kühl- und Gefriergeräte

Kühlschrank und Gefriergerät laufen rund um die Uhr. Übliche Geräte kosten laut Umweltbundesamt je nach Modell und Alter zwischen 20 und 80 Euro Strom im Jahr. Kostenlos sparst du mit der richtigen Einstellung: 7 Grad im Kühlschrank und minus 18 Grad im Gefrierfach reichen aus. Taue das Gefrierfach bei Bedarf ab.

Ein neues Gerät lohnt sich seltener, als oft angenommen. Das Umweltbundesamt hat berechnet, ab welchem Verbrauch sich der Austausch eines funktionierenden Geräts gegen ein Gerät der Effizienzklasse A wirtschaftlich rechnet: beim Kühlschrank ab rund 460 kWh im Jahr, bei der Kühl-Gefrier-Kombination ab rund 560 kWh und beim Gefrierschrank ab rund 570 kWh. Ein neuer Kühlschrank mittlerer Größe aus der sparsamsten Effizienzklasse braucht laut co2online etwa 90 bis 125 kWh. Die Schwellen gelten für funktionierende Geräte. Ist dein Gerät defekt, lohnt sich laut Umweltbundesamt in der Regel eine Reparatur, beim Kühlschrank außer bei einem Verbrauch ab rund 360 kWh im Jahr.

Selbst ein Kühlschrank aus dem Jahr 2002 kommt laut co2online auf bis zu 330 kWh und liegt damit unter der Schwelle. Den tatsächlichen Verbrauch deines Geräts misst du mit einem Strommessgerät für die Steckdose.

Ob dein Tarif zu deinem Verbrauch passt, ist eine eigene Frage. Mit der kostenlosen BESSERWÄRTS StromAnalyse prüfen wir anhand deiner vollständigen aktuellen Jahresabrechnung, ob für dich ein Wechsel zu einem der von uns vermittelbaren Stromtarife infrage kommt. Ergibt sich aktuell kein sinnvoller Wechsel, sagen wir dir das offen. Die Analyse ist kein vollständiger Vergleich aller Anbieter und Tarife am Markt. Kommt über unsere Vermittlung ein Vertrag zustande, erhalten wir dafür eine Vermittlungsvergütung.

Mittlere Hebel im Alltag

Diese Maßnahmen bringen einzeln weniger, sind aber meist kostenlos und schnell umgesetzt.

  • Waschen: Für den Stromverbrauch der Waschmaschine ist laut Umweltbundesamt vor allem die gewählte Temperatur entscheidend, die Programmdauer ist weit weniger relevant. Für normal verschmutzte Wäsche reichen meist 20 bis 30 Grad. Fülle die Trommel, statt halbvoll zu waschen.
  • Spülen: Moderne Geschirrspüler brauchen laut Umweltbundesamt weniger als 1 kWh pro Spülgang. Das Umweltbundesamt empfiehlt das Eco-Programm bei voller Beladung. Starte die Maschine deshalb erst, wenn sie voll ist.
  • Kochen: Mit Deckel geht weniger Wärme verloren. Für heißes Wasser ist der Wasserkocher laut Umweltbundesamt sparsamer als der Herd. Mit einem Schnellkochtopf sparst du nach Angaben des Umweltbundesamts bis zu 50 Prozent Energie und Zeit.
  • Beleuchtung: Brennen bei dir noch Halogenlampen, lohnt der Wechsel zu LED bei häufig genutzten Lampen. Die Verbraucherzentrale rechnet bei einer Lampe mit rund 700 Lumen und 1.000 Betriebsstunden im Jahr mit mehr als 100 Euro Ersparnis in 10 Jahren, also rund 10 Euro pro Jahr. Wenig genutzte Lampen in Abstellraum oder Flur bringen entsprechend weniger.
  • Fernseher und Computer: Kommunikationstechnik ist laut BDEW der größte Verbrauchsbereich. Ältere Fernseher und Geräte mit mehr als einem Meter Bildschirmdiagonale können laut Umweltbundesamt über 200 kWh im Jahr verbrauchen. Der HDR-Modus kann bis zu doppelt so viel Energie brauchen. Bei einem Neukauf lohnt deshalb der Blick auf Größe und Energielabel.

Standby und Leerlauf: wo es sich lohnt und wo kaum

Bei Standby kommt es auf das Gerät an. Seit 2025 dürfen neue Geräte in der EU im Standby oder ausgeschaltet höchstens 0,5 Watt verbrauchen, mit Statusanzeige höchstens 0,8 Watt. Ein Gerät mit 0,5 Watt kommt rund um die Uhr auf etwa 4,4 kWh im Jahr. Bei 35 Cent sind das rund 1,50 Euro. Für Geräte mit Netzwerkbereitschaft, etwa manche Fernseher, Lautsprecher oder Spielkonsolen, gelten höhere Grenzen.

Anders sieht es bei älteren Geräten und bei allem aus, was ständig läuft. Nach Angaben der Verbraucherzentrale können Leerlaufverluste in einem Drei-Personen-Haushalt bis zu 15 Prozent der Stromkosten ausmachen, ein Router im Dauerbetrieb bis zu 40 Euro im Jahr (Angaben von 2023). Lohnend ist es deshalb, Geräte gruppenweise abzuschalten, die du nicht dauerhaft brauchst, etwa Fernseher, Spielkonsole und Lautsprecher mit einer schaltbaren Steckdosenleiste. Den Router kannst du nachts per Zeitschaltung ausschalten, wenn du ihn dann nicht brauchst. Bedenke dabei: Ohne Router funktioniert in vielen Haushalten auch das Festnetztelefon nicht, also auch kein Notruf darüber.

Was du dir sparen kannst

  • Jeden modernen Stecker einzeln ziehen: Bei Geräten mit höchstens 0,5 Watt Standby geht es um rund 1,50 Euro pro Gerät und Jahr. Eine Steckdosenleiste für eine ganze Gerätegruppe ist bequemer.
  • Einen funktionierenden, sparsamen Kühlschrank vorzeitig ersetzen: Liegt der Verbrauch unter den Schwellen des Umweltbundesamts, rechnet sich der Austausch nicht.
  • Warmwasser dauerhaft zu kühl einstellen: Läuft ein Kleinspeicher ständig unter 50 Grad oder ein Durchlauferhitzer nie mit 55 Grad, steigt das Risiko für Keime im Wasser. Halte dich an die Empfehlungen der Verbraucherzentrale.
  • Spartipps ohne Bezug zu deinem Haushalt: Ohne Trockner, Durchlauferhitzer oder eigene Heizungspumpe fallen die größten Hebel weg. Dann lohnt sich der Blick eher auf Geräte, die ständig laufen, und auf deinen Tarif.

Weniger verbrauchen oder günstiger einkaufen?

Beides wirkt auf deine Kosten, aber unterschiedlich. Sparst du Strom, sinkt der verbrauchsabhängige Teil. Ein günstigerer Arbeitspreis verbilligt dagegen jede Kilowattstunde, die du weiterhin verbrauchst. Ein Beispiel mit angenommenen Werten: Bei 2.500 kWh im Jahr spart ein um 3 Cent niedrigerer Arbeitspreis 75 Euro, ohne dass du etwas an deinen Gewohnheiten änderst.

Wie viel bei dir möglich ist, hängt von deinem Verbrauch und deinem Preis ab. Wie du deinen Preis einordnest, steht im Beitrag Strompreis pro kWh. Ob deine Rechnung stimmt, prüfst du mit dem Beitrag Stromrechnung prüfen. Hast du deinen Verbrauch dauerhaft gesenkt, kannst du außerdem deinen Abschlag anpassen. Wie das geht, steht im Beitrag Stromabschlag anpassen.

Dein Maßnahmenplan in drei Stufen

Stufe 1: sofort und kostenlos

  1. Kühlschrank auf 7 Grad und Gefrierfach auf minus 18 Grad einstellen.
  2. Mit 20 bis 30 Grad waschen, Waschmaschine und Geschirrspüler voll beladen, Eco-Programme nutzen.
  3. Wäsche an der Luft trocknen, wann immer es geht.
  4. Kürzer duschen, wenn dein Warmwasser mit Strom erhitzt wird.
  5. Beim Kochen Deckel nutzen und Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Stufe 2: kleine Anschaffungen unter 50 Euro

  1. Sparduschkopf, wenn du einen Durchlauferhitzer oder Boiler hast.
  2. Schaltbare Steckdosenleiste für Fernseher, Konsole und Lautsprecher.
  3. LED für die Lampen, die bei dir am längsten brennen.
  4. Strommessgerät, um den Verbrauch von Kühlschrank, Gefriertruhe oder anderen Dauerläufern zu prüfen.

Stufe 3: größere Anschaffungen nur bei passendem Anlass

  1. Heizungspumpe tauschen, wenn du Eigentümer bist und die Pumpe bis 2007 eingebaut wurde.
  2. Elektronischen Durchlauferhitzer erwägen, wenn das alte Gerät ersetzt werden muss.
  3. Wärmepumpentrockner kaufen, wenn du viel trocknest oder der alte Trockner ersetzt werden muss.
  4. Kühl- oder Gefriergerät nur ersetzen, wenn der gemessene Verbrauch über den Schwellen des Umweltbundesamts liegt. Bei einem Defekt zuerst eine Reparatur prüfen.

Häufige Fragen

Wie viel Strom kann ein Haushalt realistisch sparen?
Das hängt davon ab, welche Geräte du hast und wie du sie nutzt. Laut co2online zahlt ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung mit zentraler Warmwasserbereitung im Jahr 280 Euro mehr Stromkosten als ein vergleichbarer sparsamer Haushalt (Stromspiegel 2025). Das ist ein Vergleichswert, keine Zusage für deinen Haushalt. Wie weit du davon entfernt bist, zeigt dir erst dein eigener Verbrauch.

Lohnt es sich, Geräte über Nacht vom Strom zu nehmen?
Bei modernen Geräten mit sehr niedrigem Standby kaum. Bei älteren Geräten und Gerätegruppen, die viele Stunden ungenutzt im Bereitschaftsmodus laufen, kann eine schaltbare Steckdosenleiste sinnvoll sein.

Ab wann lohnt sich ein neuer Kühlschrank?
Laut Umweltbundesamt rechnet sich der Austausch eines funktionierenden Kühlschranks wirtschaftlich ab einem Verbrauch von rund 460 kWh im Jahr. Bei Kühl-Gefrier-Kombinationen liegt die Schwelle bei rund 560 kWh, bei Gefrierschränken bei rund 570 kWh.

Spare ich mit dem Eco-Programm wirklich, obwohl es länger dauert?
Das Umweltbundesamt empfiehlt das Eco-Programm, weil es Strom und Wasser spart, auch wenn es länger dauert. Bei der Waschmaschine ist die Programmdauer laut Umweltbundesamt weit weniger relevant als die Temperatur.

Quellen

STROM ANALYSE

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